Größere Korrektur oder Jahresendrally?

Liebe Leser,

die letzten Tage wurde es an den Börsen etwas ungemütlicher. Der DAX hat vom Hoch teilweise 600 Punkte verloren. Entsprechend haben einige Aktien schon wieder ordentlich Federn gelassen. Unternehmen mit schwachen Zahlen wurden regelrecht zerlegt. Aber auch bei Unternehmen mit Prognoseerhöhungen wie zuletzt Leoni oder Lanxess gab es nach Zahlen massive Gewinnmitnahmen – insgesamt ein Zeichen, dass die Rallybewegung erstmal ausgereizt ist. Zu schaffen macht dem Markt auch wieder der steigende Euro, der die deutsche Exportindustrie belastet. Die Auswirkungen konnte man im Zahlenwerk zum dritten Quartal bei vielen Unternehmen schon sehen, es sind doch oft Währungsverluste angefallen.

In den Wikifolios habe ich auf die Entwicklung reagiert und die Cashquoten zuletzt deutlich erhöht, Sie lagen teilweise bei gut 2/3. Aktuell habe ich die niedrigeren Niveaus für Neueinstiege bei aussichtsreichen Aktien genutzt und die Cashquoten in beiden Wikifolios auf 30% gesenkt.

Im Wikifolio Goldesel-Trading konnte ich zuletzt mit Vestas einen schnellen Reboundgewinn einstreichen. Aktuell spekuliere ich auf einen Rebound beim früheren Anlegerliebling Evotec. Die Aktie ist seit Tagen unter Beschuss von Shortsellern, bisher lassen Sie noch nicht locker. Ich werde die Position nach unten bis zu einer Gewichtung von 10% ausbauen und wohl noch einige Tage halten, da ich hier nicht unbedingt kurzfristig mit einem Rebound rechne. Aber wenn er kommt kann es schnell gehen.

 

Im Wikifolio Goldesel-Investing habe ich die Positionen bei Unternehmen, die gute Zahlen gemeldet haben, zuletzt vergrößert:

  • Drillisch
  • Lanxess
  • Leoni
  • Puma
  • SGL Carbon

Insgesamt halten sich beide Wikifolios trotz der Gesamtmarktkorrektur recht gut. Vom Hoch sind beide nur 1-2% entfernt. Ob es im November/Dezember nochmal Richtung Allzeithochs bei 13.500 geht ist aktuell schwer abzuschätzen. So schlecht stehen die Chancen aber nicht. Die US-Börsen sind weiter unglaublich stabil, auch die asiatischen Börsen sind weiter im Aufwind. Bis der deutsche Markt wieder nach oben dreht kann es aber noch etwas dauern, entsprechend werde ich auch die Cashquoten erstmal bei rund 30% belassen.